QUERBLICK

Neue Studie: Die heutigen Rassisten sind „höflicher“

von Ekaterina Quehl | Mai 4, 2026 | Gesellschaft, Studie

"Eine Studie unterstellt zwei Dritteln der Deutschen rassistisches Gedankengut. Nur sind die heutigen Rassisten „höflicher“ geworden. Aussagen wie „kulturelle Unterschiede“ oder „von Natur aus fleißiger“ zählen inzwischen zum diskriminierenden Vokabular. Nicht gewusst?

 

Eine neue Studie des „Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa)“ hat rund 8.200 Menschen befragt und festgestellt, dass „zwei Drittel der Deutschen“ rassistisch denken. Bei allem, was heute als rassistisch gilt, überraschen diese Zahlen nicht.

Bemerkenswert ist dabei ein anderer Aspekt. Die heutigen „Rassisten“ sind höflicher. Sie sagen nicht „XXXXXXX“. Sie sagen zum Beispiel, dass gewisse Gruppen „von Natur aus fleißiger“ seien.

Einer der Autoren der Studie erklärte, so die Frankfurter Rundschau: „Der moderne Rassismus ist oft nur die höflichere Form, um bestehende Über- und Unterordnungen von Gruppen zu rechtfertigen.“ Wer ‚Kulturen‘ sagt, meint damit häufig dasselbe wie frühere Generationen mit dem Begriff ‚Rasse‘ – nur verpackt in gesellschaftsfähigere Worte.“

Die Studie wurde auf der Bundespressekonferenz von Ferda Ataman vorgestellt – derjenigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung, die Deutsche als „Kartoffel“ bezeichnet hat und eigene Aussagen wie „Migration und Vielfalt gehören zu Deutschland wie die Bratwurst und Schrebergärten“ offenbar nicht für diskriminierend hält.



Fallen unter diese zwei Drittel der höflichen deutschen „Rassisten“ auch diejenigen, die als „Blinddarm der Gesellschaft“, „Umweltsau“, „Coronaleugner:innen“, „Rechte Verschwörer:innen“ und „Masken-Verweigerer:innen“ beleidigt wurden? (falls ich die Doppelpunkte falsch gesetzt habe, möge man mir das nachsehen – die Kunst des Genderns beherrsche ich nicht).

Falls ja, dürfen sie sich dabei nicht diskriminiert fühlen, weil sie zu den „nicht rassistisch markierten Menschen“ zählen, wie die Studie den befragten Teil der Deutschen nennt.

Der „Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa)“ wird auf diesem „Forschungsfeld“ noch einiges zu tun haben, da er im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ mit knapp 6,5 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 vom Bundesfamilienministerium gefördert wurde.


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Bild: KI/Grok

 

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