QUERBLICK

Zwischen Vergewaltigung und Benimmregeln liegt nur eine Broschüre

„Gewalt ist eine Straftat“ in einfacher Sprache

Sep. 4, 2026 | Kriminalität, Migration

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Zwei aktuelle Vergewaltigungen zeigen wieder einmal das Ausmaß der Naivität und Verdrängung hierzulande. Einerseits wird dabei Migranten in einfacher Sprache erklärt, dass Gewalt schlecht und strafbar sei, andererseits traut man ihnen aber zu, Sozialhilfe und Staatsbürgerschaft zu beantragen und gegen eigene Asylverfahren zu klagen. Wo liegt der Fehler?

 


Vor kurzem ging die Nachricht viral, dass das britische Innenministerium es inzwischen für notwendig hält, Asylbewerber darüber aufzuklären, dass Vergewaltigung und Sex mit Kindern in Großbritannien strafbar sind. In einer Broschüre zu Verhaltensregeln wird erklärt, dass „Childe Abuse is a serios crime in the UK“ – „Kindesmissbrauch ist im Vereinigten Königreich ein schweres Verbrechen“ oder dass „In the UK, Both people must Say to sex.“ – „In Großbritannien müssen beide Partner dem Sex zustimmen.“ Doch auch in Deutschland gibt es schon lange Aufklärungskampagnen, die Migranten in einer einfachen Sprache erklären, dass Gewalt in Deutschland eine Straftat ist. So erklärt ein Refugeeguide in vielen Sprachen, dass „Gewalt in Deutschland verboten ist“ und dass „es niemals zulässig ist, mit Gewalt zu reagieren“. Das Portal für sexuelle Gesundheit zanzu.de – gefördert unter anderem vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit – erklärt Migranten ebenfalls in vielen Sprachen, dass sexualisierte Gewalt in Deutschland bestraft werden kann.

Gehen die Organisatoren solcher Kampagnen wirklich davon aus, dass Vergewaltiger, die wie Kinder behandelt werden, nicht mehr vergewaltigen werden? Dass sie dies nur tun, weil sie nicht wissen, dass in westlichen Gesellschaften Gewalt eine Straftat ist? Der Hinweis zu Gewalt erscheint im Refugeeguide im Kapitel Gleichberechtigung – gleich nach dem Kapitel „Gesellschaftliches Zusammenleben“, in dem den Flüchtlingen erklärt wird, dass Pünktlichkeit in Deutschland wichtig sei und dass man sich umarmt, wenn man sich mit Freunden trifft.

Heute, am 4.9.2026, erschien bei BILD ein Artikel darüber, dass ein abgelehnter Asylbewerber aus Benin (24) in einem kleinen Ort mit 6.000 Einwohnern eine 27-jährige Frau vergewaltigt hat und sich danach einfach in seinem Wohnheim blicken ließ und offenbar gar nicht davon ausging, dass man ihn verfolgen würde. Abgesehen davon, dass der Fall überhaupt erst nach vier Wochen – und das erst offenbar auf eine Nachfrage bei den Behörden – an die Öffentlichkeit kam, ist über den Täter auch noch bekannt, dass er gegen seine Asyl-Ablehnung klagt. Zu der Vergewaltigung sagt er auf Anraten seines Anwalts nichts.

In Österreich schlägt ein zwölfjähriger Syrer mit vier anderen Minderjährigen einen Mann brutal, würgt ihn, bis „dessen Gesicht blau anlief“ – nur weil der Mann ihn im Park darauf anspricht, er solle besser nicht gegen die Schlossmauer urinieren, sondern besser in einem Busch. Bei der Jugendverhandlung in Wien sagte der zwölfjährige Syrer dann: „Ihr könnt mir gar nix machen.“

Glauben die derartige – teils staatlich alimentierte – „Aufklärer“ wirklich, dass Vergewaltiger und Kriminelle, die in der Lage sind, gegen ihr abgelehntes Asylverfahren zu klagen, die sicher sind, dass ein westliches Jugendgericht „nix machen“ kann, nach dem Lesen von Broschüren und Hinweisen auf Online eine Erleuchtung bekommen würden? Und wenn ein Vergewaltiger so ein Naivling ist und nicht weiß, dass man Frauen nicht vergewaltigen darf, warum zerrt er die Frau dann in den Busch?

Am vergangenen Montag, dem 31.08.2026, wurde ein 14-jähriges Mädchen von einem 16-Jährigen und einem 18-Jährigen mitten in Nürnberg vergewaltigt. „Nach den bisherigen Erkenntnissen sollte die Jugendliche für den Erhalt einer E-Zigarette sexuelle Handlungen an den beiden durchführen.“ „Beide Verdächtigen haben die syrische Staatsangehörigkeit.“

Warum unterstellt man Vergewaltigern und Kriminellen mit solchen Aufklärungskampagnen, sie wüssten nicht, was sie da tun? Und warum verharmlost man hierzulande das Problem dadurch, dass man mit solchen Formaten angebliche Unkenntnis über eine Gewalt-Straftat mit einer Unkenntnis über ein Küsschen auf die Wange beim „Hallo“-Sagen gleichsetzt?

Diese Art, der Gewalt und Kriminalität entgegenzutreten, erinnert an die Schilder für Messerverbote in öffentlichen Räumen, das BVG-Alkoholverbot oder die Respekt-Kampagne der Deutschen Bahn, bei der nach Hunderten Angriffen auf Zugbegleiter und einer tödlichen Attacke mit den Sprüchen „Ticketkontrolle ist kein Grund für Kontrollverlust“ oder „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ hingen. Es ist, als würde man angesichts eines Einbrechers nicht die Tür abschließen, sondern ein Schild danebenhängen: „Bitte nicht einbrechen“. Oder bei einem brennenden Haus nicht versuchen, das Feuer zu löschen, sondern den Bewohnern ein Merkblatt darüber geben, dass Feuer gefährlich ist.

Absurd ist vor allem, dass man Migranten bzw. Flüchtlingen auf der einen Seite zutraut und es sogar fördert, gegen Entscheidungen deutscher Behörden zu klagen, zahlreiche Sozial- und medizinische Leistungen und sogar die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Auf der anderen Seite aber davon ausgeht, dass sie nicht in der Lage sind, zu verstehen – eine Frau sei kein Freiwild und Messer sei kein Argument. Das ist eine bemerkenswerte Mischung aus Naivität und Paternalismus. Und möglicherweise ist genau sie der wichtigste Teil des Problems.

 


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Bild: KI/ChatGPT

 

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