QUERBLICK

Der Parkplatz als Gefahr für die Demokratie

von Ekaterina Quehl | Mai 3, 2026 | Gesellschaft, Politik

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Neue These aus der Schweiz: Das Auto gefährdet die Demokratie, weil es als Machtsymbol dient. Und wenn Sie es fahren, fahren Sie nicht einfach zum Supermarkt oder zur Arbeit, sondern beherrschen den Raum.

 

Was hierzulande alles als rechtsextrem, rechts oder rassistisch gilt – alles unterschiedslos in eine Reihe gestellt –, lässt sich kaum noch zählen. Wenn Parkbänke schwarz-rot-gold gestrichen werden, gilt es als rechtsextreme Tat. „L’Amour toujours“ in einer Disco sei „rassistischer Gesang“. Wer die sogenannten Klimaschutzmaßnahmen kritisiert oder gar den menschengemachten Klimawandel in Frage stellt, sei rechtsextremer Verschwörungstheoretiker. Und wer Schaf-, Clown-, Milch- und Kiwi-Emojis benutzt, verbreite extremistische Botschaften. Es bleibt praktisch kein freier Fleck mehr, der nicht als rechts markiert wird – in einer Wirklichkeit, von der wir umzingelt sind, wie einst Robert Habeck sagte.

Diesmal kommt die „Gefahr“ aus der Schweiz. Dort hat nun die Wissenschaft endlich das gefährlichste Element der Demokratie entdeckt: den Parkplatz vor dem Supermarkt. Genauer gesagt: das Auto.

Ein Genfer Doktorand stellt eine These auf, nach der das Auto für „Macht, Geschwindigkeit und Beherrschung des Raums“ sowie für „individuelle, wettbewerbsorientierte, oft männliche Freiheit“ stehe. „Die ‘Verteidigung dieses Lebensstils‘ sei Teil der Rhetorik der extremen Rechten“, so die Weltwoche. Wer also Auto fährt, ist nicht einfach auf dem Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zur Schule seiner Kinder. Er betrachtet den öffentlichen Raum als „zu eroberndes Terrain“ und will diesen beherrschen.

Folgt man dieser Argumentationskette weiter, wäre das Flugzeug wohl ein Symbol globalistischer Allmachtsphantasien und das Fahrrad der Inbegriff der Anarchie.

Ironischerweise greifen diese These ausgerechnet jene Politiker dankbar auf, die selbst gerne Luxusautos fahren oder mal den Regierungsflieger als Privattaxi nutzen. Zumindest in Deutschland.


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Bild: KI/Grok

 

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